Die Datschiburger Kickers spielen zugunsten des Fördervereins „Ein Haus für Kinder“

Kicken für einen guten Zweck – diese Idee setzte die Arbeitsgemeinschaft der Gögginger Vereine (Arge) dieses Jahr zum zweiten Mal um. Die Datschiburger Kickers traten schon vor sechs Jahren gegen das Fußballteam der Hessing-Stiftung an und spielten über 2000 Euro für den Förderverein „Ein Haus für Kinder“ der Hessing-Stiftung ein.

In diesem Jahr war es wieder so weit. Die „Creme de la Creme aus dem OP“ wie Starreporter Heinz Köppendörfer witzelte, mit Prof. Dr. Wild, Oberärzten und Ärztinnen, Krankenpflegern und Physiotherapeuten hatte bereits vor einem Jahr mit dem Training begonnen und war bereit, es erneut mit prominenten Fußballergrößen aufzunehmen.

Herbert Götz, Vorsitzender der Arge, hatte wieder die Organisation der Veranstaltung im Karl-Mögle-Stadion übernommen, die ihm besonders am Herzen liegt: „Wir wollen die Erinnerungen von 2005 noch einmal aufleben lassen, es herrschte eine Bombenstimmung.“

Anstoß

Die Datschiburger Kickers hätten sich auch diesmal nicht lange von ihm bitten lassen, sondern seien sofort Feuer und Flamme für den Vorschlag gewesen, noch einmal vor rund 300 Zuschauer aufzulaufen und Tore zu schießen. So konnte Götz unter anderem Ex-FCA-Spieler wie Claus Brandmair und Gerhard Schroll, Ex-Bundesligaspieler Jürgen Haller und Sohn Marco, den ehemaligen FCA-Trainer Erwin Wurm, sowie Triathletin Katja Mayer für das Benefizspiel ins Boot holen. Von den Augsburger Panthern waren Leo Conti, Michael Bakos, Aleksander Polaczek, Patrick Seifert und Steffen Tölzer als Verstärkung im Einsatz.
Gert Fröhlich, ehemaliger Spieler bei Fortuna Düsseldorf, war mit 70 Jahren der Älteste auf dem Platz.

Bereits vor dem Anpfiff fand der Höhepunkt der Veranstaltung statt. Nämlich die bewegende Szene, als die Spieler mit den Kindern des Hessing-Förderzentrums an der Hand auf dem Rasen einliefen. Der kleine Tim wurde sogar mit dem Rollstuhl aufs Spielfeld gefahren und winkte, zusammen mit den anderen Patienten der Hessing-Stiftung, dem applaudierenden Publikum zu.

Als Schiedsrichter Erich Reuss dann endlich zum 80-minütigen Spiel anpfiff, spielten die beiden Mannschaften, was das Zeug hielt. Kein Geringerer als der ehemalige Moderator des Bayerischen Rundfunks, Heinz Köppendörfer, führte als Kommentator durch das Spiel. Er lobte: „so eine schöne Kulisse und tolle Atmosphäre sind wirklich selten“. Alleine das sei schon eine Spende wert.

Nach 40 Spielminuten und einem friedlichen 2:2 ging es in die Halbzeitpause, in der dann ein Rahmenprogramm der besonderen Art geboten war. Fußball-Urgestein Rudi Zimmerly stellte sich ins Tor. Für fünf Euro pro Schuss mussten sich die Schützen bei Zimmerly anstrengen.
Kinderschminken und Luftballonsteigen, sowie das deftige Grillbüfett und der Getränkeausschank fanden bei Jung und Alt gleichermaßen Anklang.

Übergabe der Spende

Und obwohl die Datschiburger Kickers das Spiel mit 7:3 klar für sich entschieden, waren alle hochzufrieden. Denn aus den gesamten Verkaufseinnahmen kam am Ende des erfolgreichen Nachmittages eine Spendensumme von 2.200 Euro zusammen, die die Kickers noch auf 2.500 Euro aufrundeten.

Bei der Übergabe des Spendenschecks im Förderzentrum an der Mühlstraße betonte Leiterin Christine Simmerding, wie wichtig in Zeiten knapper Kassen solche Spenden für Betrieb und Erhalt des Förderzentrums sind. An Verwendungszweck für die Summe fehle es nicht: zur Zeit sei an einen Sinnespfad, eine Kräuterschnecke und ähnliches gedacht, „eben etwas, wo alle mitmachen können!“

Arge-Vorsitzender Herbert Götz bedankte sich noch einmal bei allen Helfern für ihre spontane Zusage und ihr Engagement. Sein Dank galt ganz besonders den Sponsoren wie Hasen-Bräu, vertreten von Eberhard Schaub, Marktkauf und Metzgerei Schweiger. Ein besonderer Dank ging an Heinz Köppendörfer für seine unterhaltende Moderation. „Köppendörfer war das Salz in der Suppe“, so Götz. Natürlich gab es auch Unkosten (rund 400 Euro), aber diese übernahm de ARGE-Göggingen.

Die Mannschaften